Initiative Soziales Berlin
Willkommen auf der Internetseite der Initiative

Seit mehr als einem Jahr schon arbeiten verschiedene Verbände und die Gewerkschaft ver.di enger zusammen. Uns eint die gemeinsam gestellte Aufgabe gegen zunehmende Armut und Verelendung in Berlin aufzutreten.
15 Millionen Menschen in Deutschland leben in Armut. Ihre Zahl hat sich in den letzten Jahren ständig vergrößert. Armut wird immer sichtbarer! In den Suppenküchen und Obdachlosenasylen, in den Kindertagesstätten wo Kinder ohne Essen hinkommen, in den Schulen, wo Jugendliche sich keine Schulbücher leisten und an Klassenfahrten teilnehmen können und mehr und mehr auch in Seniorenzentren und Pflegeheimen.
Millionen Menschen arbeiten, ohne von ihrem Lohn leben zu können: 5,5 Millionen Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor, der ständig wächst. 2 Millionen Menschen arbeiten zu Hungerlöhnen.
Die Folge: Mit rund 600.000 Hartz-IV-Empfänger liegt Berlin an der Spitze im bundesweiten Vergleich. Nach Angaben des Deutschen Landkreistages beziehen 17 Prozent der 3,4 Millionen Berliner Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Steuerzahler subventionieren Arbeitgeber, die Sonderprofite durch Armutslöhne machen.
Jedes vierte Kind in Deutschland ist arm, weil seine Eltern nicht genug verdienen. Ein ausreichendes Einkommen aber ist die Grundlage dafür, dass Kinder ohne Not heranwachsen, dass sie sich bilden können, dass sie sich gesund ernähren, dass sie ohne Ausgrenzung in unsere Gesellschaft hineinwachsen können.
Unsere Initiative „Soziales Berlin“ will die Menschen mobilisieren und Partner in Politik und Gesellschaft gewinnen. Denn die Armut in Deutschland kann nur mit vereinten Kräften aufgehalten werden. Ein gesetzlicher Mindestlohn ist ein wichtiger Baustein, um die Armutswelle in Deutschland zu stoppen.
Dabei geht es uns nicht nur um die Bundestagswahl im Jahr 2009 sondern auch um eine weitere Zusammenarbeit bis hin zu den Abgeordnetenhauswahlen, die im Jahr 2011 anstehen und mit darüber entscheiden werden, welche Politik in Berlin bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts gemacht wird.
Berlin, im Juni 2009
Für die Verbände und Gewerkschaften: Michael Wiedeburg (1. Landesvorsitzender SoVD-Berlin) Berndt Maier (Geschäftsführer Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V.) Dr. Christine Roßberg (Vorsitzende Volkssolidarität Berlin) Roland Tremper (Geschäftsführer ver.di-Berlin)
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